Institut zur Förderung der Teamarbeit e.V
Institut zur Förderung der Teamarbeit e.V
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Angebot des Instituts für Teamarbeit und Schulentwicklung 2016/17

Professionalität der Lehrkräfte

Teamentwicklung und Teamarbeit im Kollegium

Das Gelingen von Teamarbeit ist von zahlreichen Faktoren abhängig, die nicht nur in individuellen Fähigkeiten der Mitglieder liegen. Lehrerinnen und Lehrer, die der Teamarbeit grundsätzlich positiv gegenüberstehen, erfahren immer wieder, dass ständig auftretende Schwierigkeiten die Arbeitszufriedenheit sinken lässt, sodass schließlich nach dem Sinn und Nutzen der Arbeit im Team gefragt wird.
Wir wollen mit dieser Fortbildung einen Beitrag leisten zur Professionalisierung von Teamarbeit.
Dabei werden wir uns mit den teilnehmenden Personen darüber verständigen, welche Bausteine der Teamentwicklung im Mittelpunkt stehen sollen.

Multiprofessionelle Teams in der inklusiven Schule

Die Förderung im inklusiven Unterricht liegt in der gemeinsamen Verantwortung von Lehrerinnen und Lehrern unterschiedlicher Ausbildung und Profession. Qualitätsentwicklung im inklusiven Unterricht ist daher eng verknüpft mit der Entwicklung einer effektiven und befriedigenden Kooperation in den multiprofessionellen Teams. Dazu bieten wir neben den Grundlagen zur Teamentwicklung --> „Arbeiten im Team“ folgende Themen an:

  1. Rollenverständnis, Rollenklärung im multiprofessionellen Team
  2. Kooperative Unterrichts- und Förderplanung
  3. Teamteaching
  4. Kollegiale Fallberatung
  5. weitere Themen nach Absprache
Die Fortbildung richtet sich an Kollegien und Teilkollegien von inklusiven Schulen.

Kollegiale Hospitation

Der Weg zu einem kompetenten Umgang mit Heterogenität führt zu kooperativ arbeitenden, professionellen Lerngemeinschaften und zu Hospitationen und gegenseitigem Feedback. Individuelle und gemeinsame Professionalisierung bedeutet, dass Lehrkräfte ihren eigenen Unterricht gemeinsam erforschen und reflektieren. Durch den Austausch zwischen ExpertInnen wird die kollegiale Beziehung vertieft und der Teamgedanke gefördert. So können Neuerungen im Unterricht umgesetzt, erprobt und reflektiert oder Langerprobtes neu überdacht werden. Das führt zu einem tieferen Verständnis für exemplarische Unterrichtsinhalte und Kompetenzen sowie der Bedeutsamkeit der eigenen Rolle als Lehrkraft.
Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung

Partizipation des Kollegiums an der Schulentwicklung

Eine in der Schulgemeinschaft gut verankerte Beteiligungskultur ist Ausdruck einer lebendigen Demokratie und trägt mit dazu bei, dass Entwicklungsprozesse von möglichst vielen Personen des Systems mit getragen werden.
Ein oft vernachlässigter erster Schritt ist die Entwicklung einer gemeinsamen Zukunftsvision, z.B. mit der Methode Zukunftswerkstatt. Denn bevor man anfängt los zu gehen, muss man wissen, wohin man will. Auch die Entwicklung eines Leitbildes darf nicht von einer „Expertengruppe“ vorgegeben werden, sondern sollte von der ganzen Schulgemeinschaft gemeinsam betrieben werden. Im Leitbild werden die zentralen Aspekte in wenigen Leitsätzen festgehalten. Das Schulprogramm ist dann ausführlicher und konkreter und stellt den internen Fahrplan dar. Auf der operativen Ebene von Veränderungsprozessen werden Zielvereinbarungen getroffen und Arbeitspläne festgelegt, die Transparenz und Verbindlichkeit für alle Beteiligten schaffen.
Wir bieten partizipative Verfahren auf allen Ebenen der Organisationsentwicklung an.

Führung und Schulmanagement

Inhalte dieser Fortbildung sind Zielklärung, Aufgabenverteilung, Effizienz, Gestaltung von Teamarbeit, gemeinsame Arbeit an pädagogischen, fachlichen und organisatorischen Konzepten, Sitzungsmanagement, Steuerungswissen, Konfliktbearbeitung und Evaluation. Diese Fortbildung führt das Teaminstitut sowohl für Schulleitungsteams als auch für Lehrerteams oder auch Teams in Betrieben/Berufskollegs durch. Thematische Bausteine können auch einzeln gebucht werden.

Unterrichtsentwicklung / inklusive Unterricht


Lernen und Lehren im Unterricht

Teamentwicklung und Teamarbeit im Klassenraum

Unser Ziel ist es, die Kolleginnen und Kollegen an den Schulen in der Qualitätsentwicklung ihres Unterrichts zu unterstützen. Denn Teamarbeit im Kollegium und kooperatives Arbeiten im Unterricht sind elementare Bestandteile einer Schule, die sich als lernende Organisation versteht, in der kooperatives und individualisiertes Lernen in heterogenen Gruppen stattfinden kann und in der Lernkultur und Lernklima von allen am Schulleben Beteiligten aktiv gestaltet wird. Die Bausteine dieser Fortbildung werden mit den Kolleginnen und Kollegen nach Bedarf abgesprochen und kombiniert:

  • Basiselemente von Teamarbeit; die Entwicklung einer leistungsfähigen Teamstruktur
  • Teamarbeit und Organisationsentwicklung
  • Kommunikation im Team
  • Unterrichtsentwicklung und Teamarbeit

Classroom Management

Grundlage des Lernens ist ein Schul- und Klassenklima, das geprägt ist von Vertrauen, Sicherheit und Selbstwirksamkeit. Schülerinnen und Schüler müssen angeleitet werden zu
verantwortungsvollem, sozialen Handeln in der Klasse. Dazu gehörten eine Raumgestaltung und Sitzordnung, die Kooperation ermöglicht, die Entwicklung von Grundregeln für den Unterricht und für das gemeinsame Lernen in der Klasse.
Die TeilnehmerInnen erfahren und erörtern zusätzlich

• Konzepte für Gruppentrainings.,
• Möglichkeiten der Prävention und des Umgang mit Störungen
• Konfliktlösungen auf Klassenebene
• Beteiligungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler durch den Klassenrat
Umgang mit Vielfalt im Fachunterricht

Kooperatives Lernen

Um der Vielfalt von Lernenden gerecht zu werden, muss die Schule förderliche soziale Lerngelegenheiten schaffen, in denen Schülerinnen und Schüler zusammenarbeiten können, um ihre Kompetenzen selbst aufzubauen und zu eigenen Problemlösungen zu kommen. Der Workshop stellt kooperatives Lernen als Haltung und Methode vor. Kooperatives Lernen kann in allen Schulformen und allen Fächern angewendet werden, sowohl bei den Schülerinnen und Schülern als bei Lehrenden.

Individualisierung im Unterricht

Heterogene Lerngruppen gibt es in jeder Schulform, in jeder Schulstufe. Die Unterschiede im Hinblick auf soziale Herkunft, biografische Umstände, Begabungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten treten immer deutlicher zutage. So wird ein Unterricht im Gleichschritt unmöglich. Verschiedene Werkzeuge zur Individualisierung des Unterrichts werden den veränderten Bedingungen in Schule gerecht. Die TeilnehmerInnen erfahren und erproben, wie Sie durch

• gestufte, differenzierende Aufgabenkonstruktion,
• planvolle Themenerarbeitung,
• individuelle Lernpläne und
• fest verankerte Feedbackverfahren

den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, nach ihren Lernbedürfnissen zielorientiert, reflektiert und erfolgreich zu arbeiten. Anhand konkreter Beispiele aus kompetenzorientierter Unterrichtspraxis werden eigene Inhalte für den Unterricht. erarbeitet.

Umgang mit Texten – sinnerfassendes Lesen

Umgang mit Texten und Informationen ist eine grundlegende Kompetenz, die nicht nur in der Schule wichtig ist, sondern lebenslang. Wie sind Zeitungsartikel zu interpretieren, die man beim Frühstück liest? Wie versteht man Sachtexte? Welche Meinung hat man über Sachverhalte? Wie kann man seinen Freunden von dem neuen Roman erzählen, den man gelesen hat?
Die TeilnehmerInnen erfahren und erproben

• unterschiedliche Verfahren der Texterschließung und Informationsentnahme,
• der Strukturierung und Visualisierung von Inhalten,
• die Wiedergabe und
• Präsentation von Text-Inhalten

und diskutieren die mögliche Umsetzung in ihrem Unterricht.

Kreatives Schreiben im Deutschunterricht

Kreativität im Unterricht geht immer mehr verloren, weil kein Platz dafür zu sein scheint. Doch kreatives Schreiben als Zugang zu Texten mithilfe der eigenen Vorstellungskraft ermöglicht eine individuelle Herangehensweise, die sich nicht wie Lernen anfühlt.
Mit viel Spaß und Tun werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch verschiedene Methoden kreativen Schreibens geführt. Am Ende des Workshops haben alle TeilnehmerInnen nicht nur viele Ideen und Materialien, die sie gleich im Unterricht umsetzen können, sondern auch ihre eigenen Texte in einer schönen Mappe.

Schulstruktur


Gesundheit/Gesunde Schule

Lehrkräfte üben einen Beziehungsberuf aus, in welchem interpersonelle Kompetenz nicht nur im Verhältnis zu ihren Schülerinnen und Schülern gefragt ist, sondern auch gegenüber Eltern und den eigenen Kolleginnen und Kollegen. Die Qualität dieser Beziehungen ist neben anderen Faktoren mitentscheidend über die Gesundheit der Lehrenden. Systemische Bedingungen und die individuelle Widerstandsfähigkeit können mit entscheiden über die Gesundheit der Lehrkräfte. Die gelungene Arbeit im Team, eine Stärkung der Widerstandsfähigkeit (Resilienz), sowie eine stimmige Work-Live Balance sind Faktoren, die Lehrerinnen und Lehrer gesund und stark machen.

Beratung als Coaching oder Kollegiale Fallberatung im System Schule

Lehrerinnen und Lehrer sind in vielfältigen Tätigkeiten und Kompetenzen stets mit ihrer ganzen Persönlichkeit gefordert. Beratung ist als „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu verstehen. Ziel von Beratung ist es, eine Person, eine Gruppe oder eine Organisation dabei zu unterstützen eine unbefriedigende Situation zu verändern bzw. ein Problem, einen Konflikt aus einer anderen erweiterten Perspektive zu betrachten (Mehrperspektivität) und über diese andere Sichtweise neue Lösungen aufzuzeigen. Die daraus resultierenden, alternativen Handlungsmöglichkeiten werden dann über die Mobilisierung innerer oder äußerer Ressourcen und Stärken realisiert (Ressourcenorientierung). Die ratsuchende Person trifft Entscheidungen und sucht Lösungen, die beratende Person unterstützt sie lediglich in diesem Prozess (Prozessberatung).Für Beratung in der Schule sind vielfältige individuelle und teambezogene Anlässe denkbar.

Supervision

Supervision ermöglicht in gemeinsamer Reflexion stets die Erweiterung der eigenen Handlungskompetenz und fördert in diesem Prozess das Lernen von Einzelpersonen, Gruppen, Teams und Organisationen. Entsprechend gibt es verschiedene Formen der Supervision, von denen für die Stärkung von Lehrerinnen und Lehrern im beruflichen Alltag insbesondere die Einzel- oder Gruppensupervision geeignet ist. In besonderen Aufgabenbereichen ist auch die Teamsupervision von Bedeutung. Supervision unterstützt die Qualifizierung und Professionalisierung von Einzelpersonen, Teams, Abteilungen und Führungsgremien. Supervision dient der Verbesserung der Kooperation, dem Aufbau guter Arbeitsbeziehungen, der Auseinandersetzung mit Leitungsfragen sowie der Entwicklung von Konzepten und Strukturen. Weitere Hinweise: www.dgsv.de

Gelingende / wertschätzende Kommunikation

Gelingende Kommunikation ist die Basis für Zusammenhalt, Arbeitsorganisation und kooperatives Arbeiten in der Schule. Kommunikationsstrukturen zu erkennen und gute professionelle Kommunikation einzuüben, ist keine zu schwierige Aufgabe. Die Fortbildung beschäftigt sich u.a. mit der Analyse von Kommunikation auf der Basis von Schulz-von-Thun; Feedbackregeln werden bekannt gemacht und eingeübt und je nach Interesse der Teilnehmenden weitere Module zur Verfügung gestellt. Durch Rollenspiele, Fallanalyse, Trainingssettings werden neue Formen der Kommunikation erprobt und optimiert.

Umgang mit Störungen

Konflikte und Störungen im Schulalltag erwachsen aus unterschiedlichen Ursachen und haben vielerlei Dimensionen. Ziel der Fortbildung ist es, Lehrerinnen und Lehrer und Schülerinnen und Schüler zu einem konstruktiven Umgang mit Konflikten zu befähigen. Bei aktuellen Konflikten, die die Lehrerinnen und Lehrer aus ihrem Schulalltag mitbringen, kann das Beziehungsgeflecht, das zu dieser Situation führte, analysiert werden. Angebot und Ausprobieren alternativer Handlungsmöglichkeiten sollen zu einer “Verflüssigung” verhärteter oder verkrusteter Strukturen beitragen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Betonung des “Erfahren”- Lernens und der “Beziehungsarbeit”.

Burnout im Schulalltag - Eine Schwäche des Einzelnen oder der Organisation?

Die aktuellen Erwartungen an Lehrerinnen und Lehrer und deren Aufgaben im Schulalltag setzen viele unter Druck. In diesem Seminar wollen wir dem Stellenwert der Arbeit nachgehen, dem Wert der Einsatzbereitschaft und der Frage nach deren Sinnhaftigkeit. Welche Anzeichen gibt es für das Erkennen von "Burnout"? Welche Rolle spielt der / die Einzelne und auch die Organisation dabei? Was können die Leitung von Schule, das Team und jede/jeder Einzelne präventiv in der Organisation tun, um die Menschen im Miteinander und die Gesundheit der/des Einzelnen zu fördern? Am Ende des Seminars sollten die Stärken der Person innerhalb einer gesundheitsfördernden Organisation deutlich werden.

Lebensraum Schule

Für die Gestaltung der Teamarbeit und die Kooperation im Team ist eine entsprechende Architektur sehr hilfreich. Es gibt gute Beispiele in mehreren Bundesländern und vor allem in Skandinavien. Darüber hinaus wird danach gefragt, wie eine Umgebung so gestaltet werden kann, dass sie positiv auf Lernmotivation und Sozialverhalten der Schülerinnen und Schüler wirkt. Wir beraten und unterstützen Sie bei der Umgestaltung Ihrer Schule zu einer Teamschule. Weitere Informationen unter: www.montags-stiftung.de

Eine Wand für Alle

Für inklusives Lernen gilt es, gemeinsam neue Lernräume zu gestalten.
Ein Baustein kann dabei das Inklusive Klettern an geeigneten Boulderwänden (max. 3 Meter hoch) sein. Bouldern bedeutet Klettern auf Absprunghöhe und ist Aufsichts- und Sicherungsfrei.
Dabei werden mit Ihnen gemeinsam Möglichkeiten entwickeln und Projekte realisieren, an deren Ende eine motivierende, inkludierende und motorisch-kognitiv anregende Kletterwand die Schul-Choreografie bereichert.
Der Moderator ist Physiotherapeut, Klettertherapeut, Fachdozent und Gruppenleiter nach TZI und kann sowohl den baulichen Prozess begleiten, als auch die PädagogInnen im Umgang mit dem Thema inklusives Klettern schulen.


Nähere Informationen zu diesem Angebot unter www.theraboulder.de und http://buff.ly.2gTb8Xg